Sich verstehen ohne Worte

Für die Studierenden der Klassen ERZ 14 A und 14 B wurde die neue, praxisnahe Unterrichtsmethode "Lernsituation" eingeführt.

Das erste Thema umfasste Spielangebote für Flüchtlingskinder in Berliner Flüchtlingsnotunterkünften. In kleinen Arbeitsgruppen brachte jeder Einzelne andere Stärken, Ideen und seine Individualität mit ein. So war es wichtig, für jeden die richtige Aufgabe innerhalb des gesamten Gefüges zu finden.

Die Studierenden erarbeiteten in den Gruppen Ideen zu niedrigschwelligen Spiel, Bewegungs- und Bastelangeboten. Diese hielten sie gemeinsam als mögliche Aufgaben und Spiele für die Kinder in einer Tabelle mit den dazugehörigen Zielen und Materialvorstellungen fest.

Gerade wegen der minutiösen Planung, bei dennoch vielen Unwägbarkeiten vor Ort, war es unverzichtbar auch über mögliche Risiken oder spontane Änderungen zu diskutieren. Die Studierenden sollten sich auch Alternativen überlegen, was zum Beispiel bei einer überhöhten Teilnehmerzahl machbar ist. Ein weiterer Aspekt war manche Spiele zu variieren, damit Jung und Alt daran teilnehmen können.

Hinzu kam, dass in der bereits besichtigten Notunterkunft keine Angebote durchgeführt werden konnten und die Studierenden viel Flexibilität und Mut aufbrachten in andere, noch räumlich unbekannte Berliner Notunterkünfte zu gehen. Die Menschen – konkret die Kinder – in den Begegnungen haben meist eine lange und traumatisierende Reise hinter sich. Sie kommen aus ärmlichen Ländern, häufig mit Erfahrung von Verfolgung aufgrund ethnischer Zugehörigkeit und suchen hier in Deutschland ein neues Zuhause.

Es stellte sich für die Studierenden die Frage: "Wie würde ich reagieren, wenn auf einmal sechs Menschen in mein vorübergehendes ‚Zuhause‘ kämen, um mit mir zu spielen?" Schwer vorstellbar, wie die Kinder diesen Moment aufnehmen würden.

Praktisch zeigte sich, dass gerade Kinder spontane Brückenbauer sind. Zu den Angeboten zählten neben Fußballspiel, Singen und Tanzen mit einem Stabband auch das Basteln von Musikinstrumenten, wie kleinen Schütteldosen zum Mitschütteln beim Singen und zur Erinnerung an eine, für alle, emotional bewegende und prägende Begegnung.

Die Studierenden haben, trotz teilweise erschwerender Umstände, ihre erste Lernsituation hervorragend gemeistert!

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